Nachhaltigkeit mit Kimchi

Nachhaltigkeitspyramide und Kimchi

Die Kimchi-Nachhaltigkeitspyramide zeigt die Eckpunkte, wie die Kimchi-Herstellung zu einem nachhaltigerem Umgang mit Lebensmitteln beiträgt.

Warum ist Kimchi nachhaltig?

Zu Kimchi lassen sich alle möglichen Gemüsesorten wie Kohl, Gurken, Zwiebeln, Karotten, Obst und Rettich etc. verarbeiten und miteinander kombinieren, regionale und frische Lebensmittel sind Trumpf.

In der Vergangenheit wurde traditionell im Winter Kimchi in großen Mengen in Korea nachbarschaftlich produziert. Frisches Gemüse war gerade in den kalten Wintermonaten knapp, der sehr vitamin- und mineralstoffhaltige Kimchi schloss diese Lücke.

Die Menschen zehrten von ihren vorher fermentierten Kimchi-Varianten den ganzen Winter lang. Was können wir heute davon lernen? Kimchi selber zu machen ist ein verblüffend einfacher Weg zu mehr Nachhaltigkeit, Gesundheit und Umweltschutz.

Kimchi ist ein regionales, saisonales und gesundes Superfood

So verhindert die Kimchi-Herstellung Lebensmittelverschwendung
und lange Transportwege, denn es lässt sich praktisch alles Heimische fermentieren. Kimchi ist aktiver Umweltschutz. Nichts muss weggeworfen werden, in Deutschland gehen pro Jahr beispielsweise über 18 Mio. Tonnen an essbaren Nahrungsmitteln verloren, laut Schätzungen des WWF.

  1. Frische Lebensmittel: Zu Kimchi lassen sich fast alle frischen Gemüsesorten verarbeiten. Gerade in der Erntezeit im Herbst fallen große Mengen Gemüse und Obst an, beides kann perfekt zum Kimchi machen benutzt werden. In Korea werden heutzutage immer noch große Mengen Kimchi für den Winter in der Nachbarschaft zubereitet, wobei perfekt gereifte und frische Chinakohlköpfe sowie andere gesunde Gemüsesorten verarbeitet werden. Kimjang bezeichnet diese gemeinschaftliche Zubereitung von Kimchi. Daran sollten wir uns in Europa ein Beispiel nehmen.

  2. Saisonal und regionale Gemüsesorten: Saisonale und regionale Lebensmittel sind besonders reich an Vitaminen, da lange Transportwege nach der Ernte wegfallen und die Produkte schneller verarbeitet werden können. Außerdem können die Lebensmittel im idealen Reifegrad gepflückt werden. Die Kimchi-Herstellung verringert nicht nur die Menge der weggeworfenen Lebensmittel, sondern sorgt auch für ein besonders gesundes fermentiertes Gemüse. Im Herbst kann Kimchi aus Kohl und anderen herbstlichen Gemüsesorten gemacht werden und im Sommer Kimchi aus Gurken bzw. Pak Choi. Irgendein leckeres Gemüse ist immer reif.

  3. Konservierung durch Milchsäuregärung: Die fantastische Milchsäuregärung sorgt nun dafür, dass sich Kimchi sogar über Monate hält und im Laufe des Gärungsprozesses immer gesünder wird. Die wunderbarste Win-Win-Situation, die man sich vorstellen kann. Kostengünstig und einfach ist die Kimchi-Herstellung sowieso.


Warum verschiffen wir eigentlich Avocados vom anderen Ende der Welt nach Deutschland, wenn die besten Superfoods der Welt bereits hier wachsen? 

Zusammenfassung

  • Viele Gemüsesorten lassen sich fermentieren, nichts mehr demnach weggeworfen werden
  • Im Winter benötigen wir keine Lebensmittel vom anderen Ende der Welt, da die besten Superfoods mit wertvollen Inhaltsstoffen bereits bei uns wachsen
  • Gesunde Gemüsesorten aus unseren Gärten und von heimischen Bauern sind ideal für super gesundes Kimchi
  • Kimchi macht frische und perfekt gereifte Gemüsesorten lange haltbar


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Viel Spaß beim Weltverbessern mit Kimchi